Langzeitstillen_140210.pdf
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Schmerzhafte und Wunde Brustwarzen - Therapieempfehlung
diehebamme3-11_hpa-lanolin_wirksamkeit.p[...]
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Als AFS-Stillberaterin i.A. ist es mir ein Anliegen, Frauen in ihrem natürlichem Bedürfnis, das Kind stillen zu wollen, zu unterstützen und bei auftretenden Problemen mit Rat zur Seite zu stehen.

 

Sofern es mir möglich ist, werde ich gemeinsam mit dir einen Weg suchen und finden, um deine Stillprobleme anzugehen, damit du dich wieder besser fühlst.

 

Stilltipps:

 

Lege  dein Kind möglichst früh/direkt nach der Entbindung an.

 

Brusthütchen benötigst du nur, wenn es medizinisch angesagt ist. Bei den meisten Frauen wird viel zu schnell ein Hütchen im Krankenhaus verordnet, da sie dort keine Zeit und keine Ruhe haben, die Frauen beim Stillen zu unterstützen. Suche dir unbedingt die Hilfe einer guten Hebamme mit Stillausbildung oder einer Stillberaterin, wenn du eines bekommen hast und "normal" stillen möchtest, es dir aber Probleme bereitet! So bald wie möglich.

 

Die Nachfrage regelt das Angebot - Saugen regt die Milchproduktion an. Je öfter du stillst (nicht je länger), desto mehr Milch wird gebildet! Stille dein Baby so oft es Hunger hat, auch nachts. Die Zeitabstände zwischen den Mahlzeiten sind unterschiedlich, anfangs zwischen ein bis drei Stunden, später werden sie länger. In den ersten Wochen nach der Entbindung ist es völlig normal, dass man das Gefühl hat, "Dauerzustillen" (sogenanntes "Clusterfeeding"). Lege dein Kind an, so oft du das Gefühl hast, dass es die Brust braucht - manchmal auch einfach nur, um sich in dieser furchtbar neuen und ungewohnten Welt wohl zu fühlen und sich zu beruhigen. Ein Rhythmus stellt sich für euch irgendwann von ganz alleine ein.

 

Nachts stillen ist enorm wichtig. Das Hormon Prolaktin wird nur nachts gebildet und ist essentiell wichtig für die Milchproduktion auch am Tage! Also, Babys die nachts viel stillen sind nicht ungewöhnlich unruhig, sondern völlig im Sinne der Natur veranlagt und helfen dir, das du immer genug Nahrung zur Verfügung hast.

 

Es ist ganz normal, dass das Kind sich während der Wachstumsphasen häufiger meldet. Diese liegen in der Regel zwischen dem 7. und 10. Lebenstag, der 4. und 6. Woche und gegen Ende des 3. Lebensmonats. Lege dein Kind in solchen Phasen häufiger an, die Milchproduktion passt sich dem Mehrbedarf an. Dein Kind weiß genau, was es braucht!

 

Trinke zu jeder Stillmahlzeit reichlich. Esse abwechslungsreiche, möglichst vollwertige Kost, wie frisches Gemüse, Salat, Milchprodukte, mageres Fleisch und kräftiges Brot.

 

Der Vater ist ein wichtiger Helfer. Er kann seiner Frau Vieles abnehmen. Seine Hilfe und Zuwendung für Mutter und Baby sind von unschätzbarem Wert.

 

In den ersten 8 - 10 Wochen nach der Entbindung solltest du dir viel Ruhe gönnen. Entspanne dich beim Stillen, versuche abzuschalten, evtl. zwischendurch eine Stunde zu schlafen. Beschränke den Haushalt, Besuch, Ordnung auf das Notwendigste. Nehme angebotene Hilfen zur Entlastung von Haushalt und eventuellen Geschwisterchen an.

 

Wenn Dir alles über den Kopf wächst, lege dich erst einmal eine Stunde hin. Lasse dich dann wieder ermutigen und ermuntern. Nicht das Stillen ermüdet die Mutter, es gibt Kraft und Selbstvertrauen. Aber alles andere kann einmal zuviel werden. Überlege mit der ganzen Familie, was dir noch abgenommen werden kann.

 

Zahnbehandlung mit Lokalanästhesie in der Stillzeit? Ja - jederzeit. Lokalanästhetika können in der Stillzeit verwendet werden. Eine Stillpause ist nicht erforderlich; du kannst gleich danach wieder stillen. Während sich die wirksamen Substanzen im Körper der Mutter verteilen, werden sie bereits teilweise abgebaut. Bis sie in die Milch gelangen, vom Darm des Kindes aufgenommen und in seinem Körper verteilt werden, ist ihre Konzentration derart gering, dass sie das Kind nicht mehr beeinträchtigen.

 

Jeder Tag Stillen lohnt sich - für dein Kind - und für dich.

 

Eine individuelle Stillberatung für Deine Situation kann am besten persönlich oder telefonisch erfolgen.

 

Durch klärende Rückfragen kannst du die bestmögliche Lösung für deine Situation finden.

 

aus: http://www.afs-stillen.de (Stilltipps)